Das Fach Mathematik an der Realschule Haren / Ems

Unsere moderne Gesellschaft ist zunehmend geprägt von den Erkenntnissen der Mathematik, den Naturwissenschaften und der Technik. Wie in fast allen technischen und kaufmännischen Berufen grundlegende mathematische Kenntnisse als Schlüsselqualifikation unerlässlich sind, so unterstützt das Unterrichtsfach Mathematik in der Schule den naturwissenschaftlichen Lernbereich.

Die Schülerinnen und Schüler erlernen die mathematischen Grundtechniken und Fertigkeiten, die sie in den Fächern Physik, Chemie und Technik benötigen und erfolgreich einsetzen können. Darüber hinaus schult die Mathematik Kompetenzen für zukünftige Lebenssituationen: Das Argumentieren, das logische Denken, die Kreativität , das Vorstellungs- und Abstraktionsvermögen, aber auch die Bereitschaft sowohl zur Teamarbeit als auch zum selbstständigen Arbeiten und zum eigenverantwortlichen Lernen.

Um die oben genannten Kompetenzen zu erwerben und die in den curricularen Vorgaben  festgelegten Bildungsstandards zu erreichen, versuchen wir im Mathematikunterricht unserer Schule bei möglichst vielen Anwendungsaufgaben, eine enge Verbindung zwischen einem mathematischen Problem und den Umwelt- und Alltagserfahrungen der Schüler herzustellen.

Einen Schwerpunkt bei der Aufgabenbearbeitung sehen wir in der Analyse und der Formulierung des Problems, damit darauf basierend Überlegungen hinsichtlich der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten angeschlosssen werden können. Die Diskussion und ihre Bewertung führen zu einer begründeten Entscheidung hinsichtlich eines Lösungswegs. Seine Präsentation mit den zugrundeliegenden Erkenntnissen und Zwischenergebnissen ist ein wichtiges Unterrichtsziel.

Um eine personelle Kontinuität im Unterricht zu gewährleisten, erfolgt ein Lehrerwechsel an unserer Schule in der Regel erst nach zwei Jahren. Dies gilt auch für den Mathematikunterricht.

 Die sechsjährige Schulzeit lässt sich dreistufig gliedern:

In den Klassen 5 und 6 werden aus der Grundschule bekannte Rechenverfahren wiederholt und vertieft. Einen inhaltlichen und daher auch zeitlichen Schwerpunkt stellt die Bruchrechnung dar. Die Schüler erfahren die erste Erweiterung des ihnen bis dahin bekannten Zahlenbereichs. Durch Alltagsbeispiele und die Anwendung von Größen wird die Erarbeitung dieses Themas unterstützt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die ausführliche Behandlung der  Geometrie. Durch einen handlungsorientierten Unterricht, in dem auf den vielfältigen Einsatz und die selbständige Herstellung von Körpermodellen Wert gelegt wird, trainieren wir das räumliche Vorstellungs- vermögen. Mit den Schülern üben wir genaues und sauberes Zeichnen.

In dieser Jahrgangsstufe ist es für alle Themenbereiche besonders wichtig, neue Inhalte durch Übungen zu festigen. Hier sind wir bemüht, durch spielerische und abwechslungsreiche Übungsformen die Freude der Kinder an der Mathematik zu erhalten und weiter zu fördern.

 In den Klassen 7 und 8 erfolgt in der Algebra eine Erweiterung der Zahlenmengen durch die Einführung der negativen Zahlen. Danach ist es dann möglich, systematische Lösungsverfahren zu entwickeln und diese auf anspruchsvollere Gleichungen anzuwenden und einzuüben. Sämtliche Verfahren werden bis zum Ende der Realschulzeit, in den weiterführenden Schulen und im Berufsleben immer wieder benötigt..

In der Geometrie erfolgt eine zunehmende Verzahnung mit der Algebra, etwa im Bereich der Flächenberechnungen von Dreiecken und Vierecken.

Den Taschenrechner führen wir relativ spät ein, um einen sicheren Umgang mit den Grundrechenarten und den Rechengesetzen zu gewährleisten. Die sichere Beherrschung des Kopfrechnens und der Überschlagsrechnungen haben für uns einen hohen Stellenwert!

Erst im Zusammenhang mit der Zinsrechnung (Kl. 8) kommt der Taschenrechner zum Einsatz, um die Schüler im rein rechnerischen Bereich zu entlasten. Der Schwerpunkt des Themas liegt nun auf Textaufgaben und der Bewertung von Finanzierungsangeboten.

In der 9. Klasse werden zur Zeit im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wieder vier Wochenstunden Mathematikunterricht erteilt. Insbesondere im Hinblick auf die Praktika, die in den beiden letzten Schuljahren vier Schulwochen in Anspruch nehmen, hat sich diese „Aufstockung“ bewährt und soll unbedingt beibehalten werden.

Mit der Einführung der irrationalen Zahlen erfolgt zu Beginn der 9. Klasse eine weitere Zahlbereichserweiterung. Hierdurch sind komplexere Kreis- und Körperberechnungen

(Zylinder, Pyramide, Kegel und Kugel) möglich.

Nachdem bis zur 9. Klasse lineare Funktionen und ihre Graphen behandelt wurden, erfolgt in der 10. Klasse am Beispiel quadratischer Gleichungen eine Vertiefung des Zusammenhangs von Gleichungen und den zugehörigen Funktionsgraphen.

Nach dem Erarbeiten der trigonometrischen Funktionen können Aufgabenstellungen, die in den unteren Klassenstufen nur zeichnerisch bearbeitet werden konnten, nun rechnerisch gelöst werden.

Der Schwerpunkt im Bereich der Trigonometrie liegt im Mathematikunterricht bei Anwendungsaufgaben, die sich auf Berechnungen in Dreiecken beziehen. Die graphische Darstellung der trigonometrischen Funktionen und ihre Interpretation werden überwiegend in der Physik thematisiert.

Der Einsatz des Computers wird ab der Mittelstufe der Realschule besonders bei der Erarbeitung funktionaler Zusammenhänge sinnvoll, z. B. in der Prozent- und Zinsrechnung, bei der Bearbeitung der linearen und quadratische Funktionen und in der Geometrie.

Hierbei ist sowohl die Verwendung als Unterrichtsmedium im Klassenraum als auch der Einsatz in Gruppen im Computerraum denkbar.

 

Zurück zur Startseite