Das Fach Chemie an der Realschule Haren / Ems

Im Fach Chemie bilden die Rahmenrichtlinien des Landes Niedersachsen die Grundlage der Unterrichtsinhalte und des schuleigenen Arbeitsplans. Zentrale Aufgabe des Chemieunterrichts ist es, die Zusammensetzung und den Aufbau der stofflichen Welt zu untersuchen und Gesetzmäßigkeiten der Eigenschaften, der Umwandlungen und der Herstellung und Verwendung von Stoffen aufzuzeigen. Dabei sollen Bezüge zur Realität und zur Umwelt aufgezeigt, unterrichtsmethodisch genutzt und in das Unterrichtsgeschehen einbezogen werden.
Im Vordergrund des Chemieunterrichts steht das Experiment, das im forschend-entwickelnden Unterricht zur Problemlösung eingesetzt wird. Die Experimente dürfen die Schüler und Schülerinnen in den meisten Fällen selbstständig in Kleingruppen durchführen und dabei den verantwortungsvollen Umgang mit dem Brenner und verschiedenen Stoffen üben. Ist dies nicht möglich, wird auf Demonstrationsversuche und Modelle ausgewichen. Dann werden auch Simulationen und Filmsequenzen zur Veranschaulichung präsentiert.
Der Chemieunterricht findet in besonderer Weise als handlungsorientierter Unterricht statt: Genaues Verfolgen der Vorgänge bei einem Experiment, die mündliche und schriftliche Formulierung der Beobachtungen und die Deutung (auch mit Hilfe der Teilchenvorstellung) sind stetig wiederkehrende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die mit den Schülern und Schülerinnen eingeübt und als naturwissenschaftliche Vorgehensweise vermittelt und vertieft werden müssen.
Aspekte zur Erhaltung unserer Lebensqualität, des Umweltschutzes und der Ernährung sind ständiger Bestandteil des Chemieunterrichts.

Ihre ersten Erfahrungen mit chemischen Sachverhalten machen die Schüler und Schülerinnen der Klasse 6 in zwei Wochenstunden Chemie. Dann werden die Themen „Stoffeigenschaften“, „Reinstoffe und Stoffgemische“ und „Trennverfahren“. In dieser Klassenstufe steht das Erlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen wie zum Beispiel das Experimentieren im Mittelpunkt. Beim Thema „Wasser- ein besonderer Stoff“ wenden die Schüler und Schülerinnen erlerntes Fachwissen an und vertiefen ihre experimentellen Fähigkeiten und Arbeitstechniken.

    

    
In den Jahrgängen 7 und 8 lernen die Schüler und Schülerinnen ausgewählte metallische und nichtmetallische Stoffe anhand ihrer Eigenschaften kennen.
Beim Thema „ Feuer“ wird das Wesen der Stoffumwandlung an chemischen Reaktionen phänomenologisch beobachtet und durch Reaktionsschemata abstrakt dargestellt. Im Rahmen der Bereiche „Oxidation“ bzw. „Redoxreaktion“ werden die Vorgänge anhand des Daltonschen Atommodells betrachtet und Gesetzesmäßigkeiten abgeleitet. Dieser Block endet mit dem Hochofenprozess und der Stahlgewinnung. In diesem Zusammenhang werden auch Energieumsätze bei chemischen Reaktionen und Stoffkreisläufe näher betrachtet.

In den Jahrgängen 9 und 10 wird der Unterricht theoretischer, da die einzelnen Reaktionen stärker hinterfragt werden bzw. nach der Behandlung des Periodensystems der Elemente und des Bohrschen Atommodells im Teilchenbereich mit den Elektronen- bzw. Protonenübergängen nachvollzogen werden.
Folgende Themenblöcke durchziehen diese beiden Jahre:
- Wasser und Wasserstoff
- Säuren und Laugen im Haushalt und Umweltschutzes
- Atombau, Periodensystem der Elemente, chemische Bindung
- Reaktionen der sauren und alkalische Lösungen, Neutralisation
- Organische Chemie

 

Leistungsmessung/ Leistungsbewertung für Chemie

Die zu beurteilenden Leistungen ergeben sich aus dem Bereich der schriftlichen Lernkontrollen, dem mündlichen Bereich und weiteren fachspezifischen Leistungen.

Zu den mündlichen und fachspezifischen Leistungen gehören:

  1. Beteiligung am Unterrichtsgespräch
  2. Mündliche Überprüfungen
  3. Mitarbeit in der Gruppe
  4. Mappenführung
  5. Präsentationen (Referate, Protokollieren, Ergebnisse Gruppenarbeit,…)

Anzahl der Arbeiten:

Zwei schriftliche Lernkontrollen sind pro Schuljahr verbindlich. Bei mehrstündigem Unterricht kann eine dritte Lernkontrolle geschrieben werden. Laut Beschluss der Fachkonferenz kann an die Stelle einer dieser Lernkontrollen in den Klassen 7-10 eine andere Form der Lernkontrolle treten, die schriftlich zu dokumentieren und mündlich zu präsentieren ist.

 

 

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