Präventionsprojekt "Nein heißt Nein"

für die Klassen 7 der Realschule Haren

 

„Ganz klein habe ich mich gefühlt“

 meinte eine Schülerin der 7a während des Vormittags mit den Theaterpädagogen des TPZ Lingen, die an zwei Tagen während des Projekts „Nein heißt Nein“ die Schüler/innen mit kurzen Spielszenen konfrontierten  und mit ihnen sinnvolle Konfliktlösungen erarbeiteten. Im Rollenspiel erfuhren die Schüler/innen, wie es sich anfühlt, Macht zu haben, aber auch, wie es dem Opfer geht. Begeistert stellten sie ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis und erkannten ganz nebenbei, wie unterschiedlich die Rollen verteilt sein können und wie es gelingen kann, aus einer Rolle auszubrechen.

Die eigenen Gefühle wahrnehmen und sie den Mitmenschen mit Worten und vor allem auch mit Körpersprache eindeutig signalisieren, das sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Sexualität. Das Präventionsprogramm „Nein heißt Nein!“ ermutigt vor allen Dingen in spielerischer Form und unter Einsatz verschiedenster methodischer Varianten die Schüler/innen auch Erwachsenen selbstbewusst und gegebenenfalls mit Misstrauen gegenüber zu treten und auf die eigenen Rechte zu bestehen.

Die Arbeit der Klassenlehrer/innen wurde ergänzt durch die Ausführungen von Kriminalkommissarin K. Paulinyi vom Polizeikommissariat Emsland, die als Beauftragte für Jugendsachen regelmäßig mit sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen konfrontiert wird. Sie konnte den Jugendlichen wichtige Ratschläge mit auf den Weg geben, um Belästigungen und anderen Übergriffen nach Möglichkeit vorzubeugen. 

Frau C. Rieken stellte den Jugendlichen mit dem Kinderschutzbund Meppen eine Organisation vor, an die sich Kinder und Jugendliche in allen Notlagen, insbesondere auch in Missbrauchsfällen jederzeit wenden können und die wenn nötig sofort Hilfe bietet. Sie betonte noch einmal, dass sexueller Missbrauch zu einem großen Teil in familiären Strukturen bzw. im Bekanntenkreis stattfindet und mit einem Vertrauens-missbrauch einhergeht.

Den Abschluss der Projekttage bildete ein Besuch des Hochseilgartens im Freizeitpark Schloss Dankern. Hier zeigten die Schüler/innen stolz, mit welchem Mut und welcher Geschicklichkeit sie Herausforderungen meistern, die viele Erwachsene erst gar nicht in Angriff nehmen.

Sowohl Schulleiter Herr Auffahrt als auch Frau Feldker, die Organisatorin des Projekts,  sprachen ein eindeutiges Ja zur Wiederholung der Projekttage im kommenden Schuljahr aus.

 

Das Projekt „Nein heißt Nein“ wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung folgender Unternehmen:

  • Baustoffe Bölscher, Haren-Erika

  • Buchhandlung Kremer, Haren

  • CNC Technik Gerdes, Haren-Emmeln

  • CPM Drehtechnik, Haren

  • Dulle Mobile, Haren-Emmeln

  • Gaststätte Witte, Haren

  • OLB Papenburg

  • Sanders -  Werkzeuge und Maschinen, Papenburg

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(Quelle: MT vom 21. Oktober 2006)

 

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